Die Merkhilfe ist eine kompakte, für den Druck vorbereitete Zusammenfassung zum schnellen  auffrischen und wiederholen  des vorgestellten Kapitels.

Grundlagen Musiktheorie

Teil II - Tonselektion & zeitliche Abfolge von Tönen

I

              n Teil I haben wir besprochen, welche Töne es gibt und ein paar

              grundlegende musikalische Begriffe angesehen. In diesem Kapitel schauen wir uns an, in welcher Verbindung einzelne Töne stehen und welche Rolle der Faktor Zeit in der Musik einnimmt.

Tongeschlecht? Was ist denn das?


In der westlichen Welt kennen wir grundsätzlich zwei Tongeschlechter – Dur und Moll. Dur nehmen wir als fröhlich und hell, Moll als melancholisch und düster wahr.


Tonleiter, Grundton und Tonart


Eine Tonleiter (auch Ton-Skala genannt) ist  eine Reihe ausgewählter Töne, die nach ihrer Tonhöhe geordnet sind. Das Tonsystem beschreibt die Logik und den Aufbau einer Tonleiter und in diesem Zusammenhang das Repertoire der enthaltenen Töne (Tonumfang) und den Abstand der einzelnen Töne zueinander. In der Praxis helfen uns Tonleitern jene Töne zu spielen, die miteinander harmonieren. Insbesondere für das Improvisieren sind Tonleitern unumgänglich.

Den ersten Ton in einer Tonleiter nennt man Grundton. Dieser bestimmt zusammen mit dem Tongeschlecht die Tonart der Tonleiter . Das Tongeschlecht Dur mit dem Grundton C ergibt beispielsweise die Tonart "C-Dur".  Die Tonleiter nennt sich analog "C-Dur Tonleiter".

Grundlagen Workshop

Teil I

In diesem Abschnitt werden die grundlegendsten Begriffe der Musiktheorie vorgestellt

Teil II

Dieses Kapitel mit der Auswahl von Tönen & deren zeitlichen Anordnung und Abfolge

Teil III

Dieses Kapitel befasst sich mit den beiden Tongeschlechtern Moll und Dur und deren Tonleitern

Der Rhythmus


Tonleitern geben uns also an, welche Töne gut miteinander harmonieren. Sie geben allerdings keinen Hinweis darauf, wie lange und in welchem Abstand die Töne erklingen sollen. Würden wir alle Töne im gleichen zeitlichen Abstand und in der gleichen Länge erklingen lassen, so hört sich dies wie das Tropfen aus einem undichten Wasserhahn an - ausgesprochen monoton und langweilig.

Für einen Ohrwurm benötigt es einen "coolen" Groove. Dieser zeichnet sich nicht nur durch die richtige Auswahl der Töne aus, sondern im gleichen Masse durch die Abfolge und Dauer der Töne und der Einplanung von Pausen.

Aus der Kombination von Ton, Rhythmus und den gewählten Instrumenten ergibt sich schlussendlich die entsprechende Musikrichtung.


Rhytmen richtig lesen


Die Noten auf einem Notenblatt geben uns nicht nur Auskunft darüber, welche Noten in welcher Reihenfolge gespielt werden. Jede Note verrät uns auch wie lange diese erklingen soll. Je nach Dauer werden Noten unterschiedlich dargestellt. 

Ausgangspunkt ist die "Ganze Note". Diese wird immer wieder halbiert, sodass wir "Halbe Noten", "Viertel Noten", "Achtel Noten", "16tel Noten" und "32stel Noten" auf Notenblättern finden. Ertönt beispielsweise eine Ganze Note eine Sekunde, so dauert eine Halbe Note nur eine halbe Sekunde. Pausen werden analog dieser Logik dargestellt.
 

Abb.: Symbole zur Angabe der Tonläge und der länge von Pausen

Neben diesen Noten gibt es noch Zusätze, die als Rhytmus-Angaben dienen. Die Gebräuchlisten sind die Punktierte Note un die Triole.

Die Punktierte Note

Diese wird um die Hälfte ihres eigenen Zeitwertes verlängert. Eine Punktierte Halbe Note besitz somit die Länge einer Halben Note und einer Viertel Note.

Die Triole

Bei der Triole quetscht man eine zusätzliche Note in den Zeitrahmen der beiden anderen Noten. Zwängt man beispielsweise zwischen zwei Viertel Noten eine weitere Viertel Note, so haben die drei Viertel Noten nicht eine Dauer von drei Viertel Noten, sondern nur von den ursprünglichen zwei Viertel Noten. Zur Darstellung der Triole werden die drei Noten verbunden und eine 3 darüber geschrieben.

Der Takt


Einzelne Noten werden auf dem Notenblatt in Takte zusammengefasst. Ein Takt wird in Form eines senkrechten Strichs an seinem Anfang und Ende dargestellt.

 

 

 

 

 


Ein Takt hat eine vorbestimmte Dauer. Daher haben in einem Takt nur so viele Noten platz, bis die zeitliche Fassungsvermögen erschöpft ist. Die Noten die nicht mehr Platz haben, fallen dann in den nächsten Takt. Die beiden bekanntesten Taktarten sind der 3/4 Takt und der 4/4 Takt.


Das Tempo


Bis jetzt haben wir nur relative Zeitangaben kennengelernt (z.B.: Eine Halbe Note dauer nur halb so lang wie eine Ganze; eine Vierteil Note nur halb so lang wie eine Halbe Note, usw.). Wie lange eine Ganze Note erklingen soll, wissen wir mit den bisherigen Angaben allerdings nicht. Daher brauchen wir einen Referenzwert, der uns die Dauer  angibt.

Hier kommt das Tempo ins Spiel. In der Literatur wird dieses in zweierlei Form angegeben. Entweder in Zahlen oder mithilfe der italienischen Schreibweise. Um die angegebenen Tempi hör- und sichtbar zu machen, benötigt es ein Metronom. Auf einem klassischen Metronom sind die Tempobezeichnungen und die Wertebereiche (Zählzeiten) angegeben.

Abb.: Darstellung von Takten

Der Wertebereich gibt die Schläge pro Minute (in der Regel in Viertel Noten) an. 60 bedeutet beispielsweise, dass eine Viertel Note eine Sekunde lang andauert.

Je nach Zeitalter, Kulturkreis und dem Fabrikat unterscheiden sich die Wertebreiche erheblich. In der modernen Musikproduktion verzichtet man daher auf Wertebereiche und gibt exakt die "Beats per Minute" (Zählzeit) an. 72 Schläge und weniger wirken für uns Menschen als beruhigend. Mehr Schläge pro Minute als aufputschend.

Tab.: Klassische Tempoangaben

Aller guten Dinge sind drei...

 

Nur noch ein Kapitel und du hast den Grundlagenworkshop abgeschlossen. In Teil III erfährst du, was es mit den beiden Tongeschlechtern Dur- und Moll auf sich hat und welche pratiksche Relevanz diese für dich als Musiker haben.

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