Das CAGED-System: Akkorde über den ganzen Hals verstehen
- Marcel Pflug
- vor 11 Stunden
- 3 Min. Lesezeit

Du kennst deine offenen Akkorde, aber der Rest des Griffbretts fühlt sich wie unbekanntes Land an? Dann wird dich das CAGED-System begeistern. Es zeigt dir, wie du mit fünf vertrauten Akkordformen den gesamten Hals abdecken kannst, ganz ohne unzählige neue Griffe zu lernen.
Woher der Name kommt
Das CAGED-System hat seinen Namen von fünf offenen Akkorden, die du wahrscheinlich schon kennst: C, A, G, E und D. Diese fünf Formen sind die Bausteine des ganzen Systems. Der Trick besteht darin, sie über den Hals zu verschieben.
Die fünf Grundformen:
C - A - G - E - D
(die offenen Akkorde, die du schon kennst)
verschoben ergeben sie jeden Dur-Akkord
an jeder Position auf dem Hals
Jede dieser fünf Formen lässt sich als verschiebbarer Akkord nutzen, meist mithilfe eines Barrés. Verschiebst du eine Form, klingt sie als anderer Akkord, behält aber ihre vertraute Fingeranordnung. So wird aus fünf Griffen ein ganzes System.
Ein Akkord, fünf Positionen
Der Kerngedanke ist verblüffend: Ein und derselbe Akkord lässt sich in fünf verschiedenen Formen über den Hals verteilt spielen. Ein C-Dur-Akkord etwa erscheint einmal als C-Form, dann als A-Form weiter oben, dann als G-Form und so weiter. Alle klingen nach C-Dur, liegen aber an unterschiedlichen Stellen.
Diese fünf Positionen überlappen sich und decken zusammen den kompletten Hals ab. So kannst du jeden Akkord überall greifen, je nachdem, was gerade praktisch ist. Das gibt dir enorme Freiheit auf dem Griffbrett.
Die Verbindung zu den Grundtönen
Damit du die Formen richtig platzierst, musst du wissen, wo der Grundton in jeder Form liegt. Verschiebst du eine Form, richtest du sie nach diesem Grundton aus. Deshalb ist es so wichtig, die Töne auf den Saiten zu kennen.
Das CAGED-System und die Kenntnis der Noten am Hals gehören eng zusammen. Kennst du deine Grundtöne, platzierst du jede Form mühelos. Dabei hilft dir unser Workshop zu den Noten am Griffbrett.
Warum das System so nützlich ist
Mit dem CAGED-System bist du nicht mehr auf die eine gelernte Griffform pro Akkord angewiesen. Du kannst überall auf dem Hals spielen und wählst die Position, die am besten passt. Das macht deine Begleitung flexibler und dein Solospiel freier.
Ausserdem verbindet das System Akkorde und Tonleitern, denn die passenden Skalen liegen genau um diese Formen herum. So bekommst du eine Landkarte, die alles miteinander verknüpft. Der Hals wird dadurch endlich zu einem zusammenhängenden Ganzen.
Schritt für Schritt lernen
Versuch nicht, alle fünf Formen auf einmal zu meistern. Nimm dir eine Form vor, etwa die vertraute E-Form, und lerne sie über den Hals zu verschieben. Erst wenn diese sitzt, nimmst du die nächste dazu.
Verbinde jede Form bewusst mit ihrem Grundton, damit du weisst, wo du sie ansetzt. So baust du das System nach und nach auf. Geduld zahlt sich hier besonders aus, denn das Ergebnis ist ein völlig neuer Überblick.
Der ganze Hals wird nutzbar
Das CAGED-System verwandelt fünf vertraute Akkorde in einen Generalschlüssel für das ganze Griffbrett. Statt endlose neue Griffe zu lernen, verschiebst du bekannte Formen und spielst jeden Akkord überall. Das ist einer der grössten Fortschritte auf dem Weg vom Anfänger zum souveränen Spieler.
Fang mit einer einzigen Form an und lerne, sie bewusst über den Hals zu bewegen. Schritt für Schritt erschliesst sich dir das ganze System. Weitere Grundlagen dazu findest du in unserem Workshop zur Akkordtheorie.
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Dieser Beitrag ist die Praxis-Ergänzung. Passend dazu findest du auf Sticky Tunes die ausführlichen Grundlagen, interaktiven Tools, Workshops und Übungssticker:
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