Ein kurzer Einblick in die Geschichte des Reggae

Seit den frühen Anfängen in den 60er Jahren hat sich die Reggae Musik stark weiterentwickelt, andere Musikstile beeinflusst und neue hervorgebracht. In diesem Artikel habe ich die wichtigsten Eckpunkte in der Geschichte des Reggae kurz und knapp zusammengetragen.

Die ersten zarten Knospen

Reggae Musik wurde stark von traditionellen, rhytmusstarken Musikrichtungen, wie dem Mento und dem Calypso, geprägt. Auch Soul, Ska, Rocksteady und Rhythm'n'Blues Elemente finden sich in der Reggae Musik wieder.

Die ersten typischen Reggae Melodien formten sich in den 60er Jahren auf den karibischen Inseln und waren von Beginn an eng verbunden mit der Rastafari-Bewegung.

Zu den ersten Aufnahmen im Reggae Stil zählen Larry And Alvin’s «Nanny Goat», Beltones «No More Heartaches» und «Long Shot (Bus' Me Bet)» von den Pioneers'.

Video 1: Larry And Alvin - «Nanny Goat»

Der Durchbruch

Mit «Hold me Tight» (1968) gelang es Johnny Nash, den ersten Reggae Song in den US Charts zu platzieren.

Video 2: Johnny Nash - Hold Me Tight

Den internationalen musikalischen Durchbruch schaffte der Reggae mit dem Song "Israelites" von Desmond Dekker (1969).

Video 3: Desmond Dekker - Israelites

Ende der 70er inspirierte der Reggae Bands der zeitgenössischen Rock und Pop Musik (z.B.: "Ob-La-Di, Ob-La-Da" von den Beatles) Reggae Klänge in ihren Liedern zu verarbeiten. Zu dieser Zeit wurde auch der «Dub», eine minimalistische Variante des Reggae, der sich durch starken Gebrauch von elektronischen Studioeffekten und fast völligem Verzicht auf Gesang auszeichnet, bekannt.

Video 4: Dub Compilation

Reggae und die wilden 70er

War die Reggae Musik anfangs noch schnell und zum Tanzen gedacht, so entstand Anfang der 70er Jahre eine ruhigere, gemächlichere Form. Der sogenannte "Roots Reggae" hat sich über die Jahre zur bekanntesten Form des Reggae etabliert. Prominentester Vertreter dieser Richtung ist Bob Marley.

Video 5: Bob Marley - Redemption Song

1972 stürmen drei Reggae Songs die U.S. Billboard Hot 100 Hits: Three Dog Night "Black and White", Johnny Nash "I Can See Clearly Now" und Paul Simon "Mother And Child Reunion". 1973 fand der Reggae im Film “The Harder They Come” mit Jimmi Cliff den Weg auf die Leinwand.

Video 6: Paul Simon - Mother and Child Reunion

Spätestens mit Eric Clapton's Cover von Bob Marley's "I Shot the Sheriff" hielt die Reggae Musik Einzug in die «mainstream» Rock- und Pop-Radiosender rund um den Globus.

Reggae im Wandel

Die späten 70er and frühen 80er waren die Blütezeit der UK Punk Rock Szene, auf die der Reggae starken Einfluss ausübte. Zahlreiche Songs von The Clash, The Ruts, The Members and The Slits sind merklich von Reggae Einflüssen geprägt. Im Verlauf der 80er Jahre betraten neue Bands wie Steel Pulse, Aswad, UB40, Smiley Culture und Carroll Thompson die Bühne. Während der klassische Reggaee (Roots Reggae) stark mit der afrikanisch, spirituell geprägten Rastafari Bewegung verknüpft war, präsentierten sich diese Bands in ihren Texten säkularer. Dies machte den Reggae einem noch breiteren Publikum zugänglich.

Mitte der 80er wurde es unter Deejays zur gängigen Praxis, Dub Reggae-Versionen live mit Sprechgesang zu versehen, dem sogenannten «Toasting». Daraus entstanden neue Varianten des Reggae, der Raggamuffin & Ragga.

Video 7: Raggamuffin Compilation Bei den Grammy Awards wird 1985 die Kategorie für das beste Reggae Album eingeführt.

Zu den bekanntesten Vertretern des neuzeitlichen Reggae zählen Bands wie Inner Circle, Big Mountain, UB 40 und Eddie Grant.

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