top of page
StickyTunes Gitarrenblog - Der Blog für Gitarrenliebhaber
Interessante und unterhaltsame Artikel für Gitarristen
Sticky Tunes - Der Gitarrenblog für Musiker mit Herz

Rhythmusgitarre & Groove – Teil 1: Die lockere Anschlaghand

Das Motto: "Locker bleiben"
Das Motto: "Locker bleiben"

Willkommen zur Serie, in der du zum sicheren, groovenden Rhythmusgitarristen wirst. Ganz gleich, ob deine Begleitung bisher steif klingt oder du gerade erst anfängst: Hier lernst du Schritt für Schritt, wie deine Anschlaghand einen Song zum Leben erweckt. Und alles beginnt mit einer einzigen, entscheidenden Sache, der Lockerheit.

Warum die Anschlaghand alles entscheidet

Viele Einsteiger stecken ihre ganze Energie in die Greifhand und die Akkorde. Dabei entscheidet die Anschlaghand darüber, ob ein Song wirklich groovt und mitreisst. Sie ist der Motor, der den Puls und das Gefühl der Musik erzeugt.

Deshalb drehen wir in dieser Serie den Spiess um und geben der Anschlaghand die volle Aufmerksamkeit. Du wirst merken, dass schon zwei Akkorde mit gutem Rhythmus besser klingen als viele Akkorde ohne. Die passenden Griffe findest du in unseren Merkhilfen zu Akkorden.

Locker halten ist der Schlüssel

Der wichtigste Rat der ganzen Serie lautet: Bleib locker. Eine verkrampfte Hand kann nicht gleichmässig und flüssig schlagen, sie wird schnell müde und klingt hart. Nur eine entspannte Hand erzeugt einen weichen, natürlichen Rhythmus.

Halte das Handgelenk locker und lass die Bewegung aus einem leichten Pendeln kommen, nicht aus dem steifen Arm. Stell dir vor, du schüttelst locker Wasser von den Fingern. Genau dieses Gefühl brauchst du beim Schlagen.

Das Pendel der Hand

Deine Anschlaghand bewegt sich beim Rhythmusspiel wie ein Pendel, gleichmässig auf und ab. Der Abschlag geht nach unten über die Saiten, der Aufschlag wieder nach oben. Diese Bewegung läuft im Idealfall ununterbrochen weiter, wie ein Uhrwerk.


Die Pendelbewegung:

runter (D)  -  rauf (U)  -  runter (D)  -  rauf (U)
  1              +             2             +

(die Hand pendelt gleichmässig weiter, immer)

Übe diese Pendelbewegung zuerst ganz ohne Druck, indem du nur locker über die Saiten streichst. Es geht noch nicht um ein bestimmtes Muster, sondern um die gleichmässige Bewegung. Lass die Hand einfach ruhig schwingen.

Wie du das Plektrum hältst

Falls du mit einem Plektrum spielst, halte es locker zwischen Daumen und Zeigefinger. Es sollte fest genug sitzen, um nicht wegzurutschen, aber so entspannt wie möglich gehalten werden. Nur eine kleine Spitze schaut heraus.

Ein zu fest umklammertes Plektrum blockiert die feine Pendelbewegung und macht den Klang hart. Auch mit den blossen Fingern kannst du schlagen, das klingt weicher. Für den Anfang ist beides völlig in Ordnung.

Alle Saiten gleichmässig treffen

Beim Schlagen eines Akkords möchtest du die Saiten gleichmässig und in einer flüssigen Bewegung treffen. Streich locker über sie hinweg, statt jede Saite einzeln anzuhaken. So entsteht ein voller, zusammenhängender Klang.

Übe das an einem einfachen Akkord wie Em, den du nur mit zwei Fingern greifst. Schlag ihn immer wieder locker an und höre auf einen gleichmässigen, runden Klang. Em ist auch der erste Akkord unseres Übungs-Loops für diese Serie.

Unser Übungs-Loop

Damit du das Gelernte immer gleich anwenden kannst, nutzen wir durch die ganze Serie dieselbe kleine Akkordfolge. Sie besteht aus vier einfachen Akkorden, die du wahrscheinlich schon kennst oder schnell lernst:


Übungs-Loop für die ganze Serie:  Em - C - G - D

(je ein Takt pro Akkord, dann von vorne)

Über diese vier Akkorde wenden wir in jedem Teil einen neuen Groove an. So hörst du direkt, wie sich derselbe Song mit jedem Kapitel verändert. Für heute reicht es, sie locker und gleichmässig anzuschlagen.

Locker startet gut

In diesem ersten Teil hast du die wichtigste Grundlage gelegt: eine lockere, gleichmässig pendelnde Anschlaghand. Ohne diese Lockerheit klingt jeder Rhythmus steif, mit ihr wird alles möglich. Nimm dir Zeit, dieses entspannte Gefühl wirklich zu spüren.

Im nächsten Teil lernst du deinen ersten richtigen Schlagrhythmus, der über unzählige Songs passt. Damit klingt deine Begleitung sofort nach echter Musik. Weitere Grundlagen findest du in unseren Workshops.

Direkt auf Sticky Tunes weiterlernen

Passend zu dieser Serie findest du auf Sticky Tunes die ausführlichen Grundlagen, Tools, Workshops und Übungssticker:



Die Serie: Rhythmusgitarre & Groove

Diese Serie macht dich Schritt für Schritt zum sicheren Rhythmusgitarristen. Am besten der Reihe nach:

Teil 1: Die lockere Anschlaghand (du bist hier)

Kommentare


Wo soll's weiter gehen?

bottom of page